Röntgen­diagnostik

Röntgen­diagnostik

Was ist eine Röntgenuntersuchung und wie läuft diese ab?

Vor allem bei Fragestellungen zu Knochen- und Gelenkveränderungen wie Brüche, Verschleiß (Arthrose) oder bei Tumorverdacht findet die Röntgenuntersuchung Anwendung. Darüber hinaus lässt sich die Lunge sehr gut beurteilen. Nach Entkleiden der zu untersuchenden Körperregion legt oder stellt sich der Patient an die Aufnahmeeinheit des Gerätes. Die Röntgenröhre wird in einem bestimmten Abstand zur Untersuchungsregion positioniert und das Strahlenfeld auf ein nötiges Minimum eingeblendet. Zusätzlich werden je nach Aufnahmeart noch die Schilddrüse und die Reproduktionsorgane mit einer Bleischutz-Abdeckung geschützt. Eine Belichtungsautomatik berechnet die geringste nötige Dosis und sendet die Röntgenstrahlen in die Untersuchungsregion. Eine Speicherfolie auf der anderen Seite nimmt die Bildinformationen der durch das Gewebe geschwächten Strahlung auf und wandelt sie in ein sichtbares Röntgenbild um. Der Arzt bespricht in der Regel danach den Befund mit Ihnen.

Was ist vor einer Röntgenuntersuchung zu beachten und was uns interessiert:

  • In der Regel gibt es fast keine Einschränkungen zur Röntgenuntersuchung.
  • Könnten Sie schwanger sein? Dann gelten besondere Schutzmaßnahmen.
  • Schmuck und Piercings sind im Untersuchungsbereich abzulegen.
  • bei Darstellung der Nieren und ableitenden Harnwege: Besteht eine Allergie gegen jodhaltige Kontrastmittel, eine Nieren- oder Schilddrüsenfunktionsstörung?

Weitere Informationen zur Röntgenuntersuchung und Strahlenschutz

Der wichtigste Faktor zum Strahlenschutz ist die Vermeidung von Röntgenstrahlung. Daher sollten Sie immer überlegen und mit Ihrem Arzt besprechen, ob ggf. eine andernorts durchgeführte Röntgenuntersuchung ebenfalls für die Diagnostik ausreichen sein könnte. Wir bieten Ihnen an, unsere Untersuchungen in Ihren Röntgenpass einzutragen bzw. Ihnen einen neuen Pass auszustellen. Die Strahlendosis einer Röntgenaufnahme ist von der Größe und dem Gewebe der Organregion stark abhängig. Bei der Untersuchung einer Extremität (Arm/Bein) entsteht eine Dosis von ca. 0,01 Milli-Sievert (mSv), beim Lungenröntgen von 0,1 mSv. Diese Dosis entspricht in etwa dem Wert eines 11-stündigen Fluges (z.B. Frankfurt- San Francisco) von ebenfalls 0,1 mSv kosmischer Röntgenstrahlung. Unsere Untersuchungen erfüllen die Vorgaben des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Bezug auf die diagnostischen Referenzwerte bei Kindern und Erwachsenen. Bei Kindern werden zusätzlich noch spezielle Strahlenschutzfilter am Gerät eingesetzt.

Bei einer Untersuchung der Nieren und ableitenden Harnwege (Urographie) spritzen wir Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel über die Armvene um dessen Ausscheidung und mögliche krankhafte Veränderungen im Röntgenbild festzuhalten. Im Vorfeld erfragen wir, ob bei Ihnen eine Allergie gegen jodhaltige Kontrastmittel sowie eine Nieren- und/oder Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt.

Leistungsspektrum Röntgendiagnostik

  • Kopf und Kiefer (Spezialaufnahmen)
  • komplette Wirbelsäule
  • Lunge
  • Bauchraum (nur spezielle Fragestellungen, z.B. Urographie)
  • Becken
  • Knochen und Gelenke an Armen und Beinen

Technische Ausstattung Röntgendiagnostik

Unsere Praxis betreibt für die Erstellung von Röntgenaufnahmen eine Siemens MULTIX / VERTIX –Einheit. Hiermit können Aufnahmen sowohl im Liegen als auch im Stehen von allen Körperregionen angefertigt werden. Das System arbeitet mit einem modernen Speicherfoliensystem, das für die Bildauslese zuständig ist. Durch das großzügige Raumkonzept ist die Untersuchung von Patienten mit Handicap problemlos möglich.