Mammo­graphie

Mammo­graphie

Was ist eine Mammographie und wie läuft diese ab?

Als Mammographie bezeichnet man eine Röntgenaufnahme der Brustdrüse zur Abklärung von unklaren Brustbefunden und bei Brustkrebsverdacht. Hierbei werden in der Regel immer beide Brustseiten in zwei verschiedenen Aufnahmeebenen untersucht. Vorausgehend gibt es ein Arztgespräch sowie eine Tastuntersuchung der Brustdrüsen und der lokalen Lymphabflusswege. Für die Untersuchungen muss der Oberkörper frei gemacht werden. Zur Untersuchung stellt sich die Frau vor das Mammographiegerät. Die Brust wird von zwei strahlungsdurchlässigen Plexiglasscheiben zusammengedrückt. Dies kann gelegentlich als unangenehm oder auch etwas schmerzhaft empfunden werden. Ob zusätzliche Bilddiagnostik, z.B. eine Ultraschalluntersuchung notwendig ist, entscheidet Ihr Zuweiser im Vorfeld oder der Radiologe nach Sichtung der Mammographie- Aufnahmen. Der Untersuchungsbefund wird Ihnen im Rahmen eines Abschlussgesprächs mitgeteilt.

Was ist vor einer Mammographie zu beachten?

  • Bitte verzichten Sie am Untersuchungstag auf das Eincremen der Brust und auf die Anwendung von Deodorant der Achselhöhle, da Beeinträchtigungen entstehen können.
  • Bitte verzichten Sie nach Möglichkeit auf die Rasur der Achselhaare ca. 2-3 Wochen vor der Untersuchung, da dies zu Lymphknoten-Vergrößerungen führen kann.
  • Wegen welcher Beschwerden soll die Brust-Untersuchung durchgeführt werden?
  • Gibt es bei Ihnen oder Verwandten eine Brust- oder Eierstockkrebs-Erkrankung?
  • Nehmen Sie Hormone ein?
  • In welchem Zyklusabschnitt liegt die Mammographie (falls relevant)?
  • Könnten Sie schwanger sein?
  • Falls vorhanden - bitte bringen sie alte Mammographie-Aufnahmen mit, falls nicht bei uns durchgeführt.

 

 

Weitere Informationen zur Mammographie und Strahlenbelastung

Die Erstellung und Befundung der Mammographie erfolgt nach der „Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur kurativen Mammographie“ lt. § 135 Abs.2 SGB V. Die Aufnahmeprojektionen der Mammographie sind von oben nach unten und schräg von der Mitte her zur Seite. Dadurch entstehen 2-dimensionale Aufnahmen der Brust. Je mehr die Brust zusammengepresst wird, desto geringer wird die Strahlenbelastung und desto aussagekräftiger werden die Bilder. Bei fraglichen Befunden gibt es weitere Einstellungsmöglichkeiten und Vergrößerungsaufnahmen. Es wird empfohlen vor der Untersuchung auf Deodorants und Cremes zu verzichten, da bestimmte Inhaltsstoffe Bildartefakte verursachen können. Der beste Zeitpunkt für eine Mammographie liegt unmittelbar im Zeitraum der Regel bzw. in der 1. Woche nach der Regel, da der Wassergehalt der Brust dann am geringsten ist. Besteht der Verdacht auf Brustkrebs wird die Untersuchung grundsätzlich ohne Rücksicht auf den Zyklus durchgeführt. Nach der Menopause ist der Zeitpunkt für die Mammographie unerheblich.

Jede Röntgenuntersuchung geht mit einer gewissen Strahlenbelastung einher. Durch eine strenge Indikationsstellung und moderne, digitale Aufnahmetechnologie, wird die Strahlendosis auf ein notwendiges Minimum reduziert. Die effektive Dosis im Brustdrüsengewebe beträgt bei der Untersuchung beider Seiten mit je 2 Aufnahmen zwischen 0,2 -0,4 Milli-Sievert (mSv). Im Vergleich liegt die natürliche Strahlung, die jeder Einwohner in Deutschland aus dem Weltall, von Gasen und Gesteinen ausgesetzt ist nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bei mindestens 2,1 mSv. Somit liegt die Strahlendosis in der Brust bei einer Mammographie nur bei ca. 1/10 der Dosis, die auf natürlichem Weg jährlich auf den ganzen Körper einwirkt. Die Risiko-Nutzen-Abschätzung der Untersuchung liegt klar beim Nutzen der Mammographie. Um Streustrahlung während der Mammographie durch Reflexion auf den Körper zu minimieren, legen wir Ihnen zusätzlich noch eine Bleischutz-Schürze an. Schwangere Patientinnen werden nur im Ausnahmefall bei dringendem Krebsverdacht und nach Ausschöpfen anderer strahlungsfreier Untersuchungsverfahren mammographiert.

Technische Ausstattung Mammographie

Siemens Mammomat 3000

Das von uns betriebene Mammographiegerät ist ein Siemens Mammomat 3000 NOVA mit digitaler Speicherfolientechnologie. Durch das schlanke Design der Aufnahmeeinheit ist eine optimale Positionierung der Patientin und der Brust vor dem Gerät möglich. Durch eine intelligente Belichtungsautomatik mit Rückkopplungsinformationen wird nur ein Minimum an Strahlendosis benötigt um ein aussagekräftiges Mammographie-Bild zu bekommen. Bei bestimmten Fragestellungen kann das Gerät Vergrößerungs- oder spezielle Kompressionsaufnahmen erstellen.