Computer­tomo­graphie (CT)

Computer­tomo­graphie (CT)

Was ist eine Computertomographie und wie läuft diese ab?

Die Computertomographie ist ein modernes, diagnostisches Bildgebungsverfahren, bei dem dünne Schnittbilder einen mehrdimensionalen, detaillierten Einblick in den Körper ermöglichen. Die CT arbeitet mit Röntgenstrahlen. Grundsätzlich können alle Körperpartien im CT untersucht werden und die Untersuchung ist komplett schmerzfrei. Bei vielen Fragestellungen spritzen wir Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel über die Vene. Dies ermöglicht Gefäße und Gewebe in Abhängigkeit der Organdurchblutung im CT-Bild anzufärben und ist oft notwendig um gesundes von erkranktem Gewebe zu unterscheiden. Bei einigen Bauchuntersuchungen muss auch ein Kontrastmittel vor der Untersuchung getrunken werden um Magen und Darm „von innen“ anzufärben. Alle Kontrastmittel werden in der Regel problemlos vom Körper über Nieren und Darm ausgeschieden.

Ein einzelner CT-Scan dauert oft weniger als 10 Sekunden. Die Gesamtuntersuchungsdauer liegt unter 5 Minuten. Den Befund teilen wir Ihnen im Rahmen eines Abschlussgesprächs mit.

Was ist vor einer CT-Untersuchung zu beachten und was interessiert uns?

  • Bei vielen CT-Untersuchungen darf 3 Stunden vorher keine feste Nahrung aufgenommen werden. Dies teilen wir Ihnen bei Anmeldung mit.
  • Sind Ihre Nieren und Schilddüse gesund? Ggf. benötigen wir Laborwerte.
  • Haben sie Allergien? Insbesondere auf jodhaltige Kontrastmittel?
  • Haben Sie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)? Nehmen Sie hierfür Medikamente?
  • Bestehen Asthma, Herz- oder Nierenerkrankungen?
  • Haben Sie eine Schilddrüsenfunktionsstörung?
  • Besteht eine Schwangerschaft oder ist diese fraglich?
  • Bei Minderjährigen ist das Einverständnis der Erziehungsberechtigten notwendig.

Vor der Untersuchung werden Sie aufgeklärt. Alle wichtigen Informationen erfragen wir von Ihnen. Sie können uns alle Ihre offenen Fragen stellen.

Weitere Informationen zur CT- Untersuchung

Im Computertomographen befindet sich der Röntgenstrahler und der gegenüber liegende Strahlungsdetektor in einem schmalen aber großen Ring von ca. 70 cm Durchmesser. Beide umkreisen den Untersuchungstisch. Gleichzeitig wird der Untersuchungstisch mit dem Patienten durch den Ring gefahren. Dadurch entstehen Bilder die 3-dimensional verarbeitet werden können. Da es sich beim CT um keine eigentliche Röhre handelt, besteht keine Gefahr sich eingeengt zu fühlen.

Ob die CT-Untersuchung bei Ihrer Fragestellung das richtige Verfahren ist, klärt der Radiologe immer anhand der Angaben vor jeder Untersuchung – auch ob Kontrastmittel gegeben werden muss. Im Gespräch wird vorher geklärt ob es bei Ihnen Einschränkungen zur Kontrastmittelgabe gibt.

Meistens liegt der Patient bei einer Computertomographie auf dem Rücken. Bei Untersuchungen von Brust- und Bauchraum muss während der Aufnahmen für wenige Sekunden die Luft angehalten werden. Dies wird Ihnen von einer Stimme während der Untersuchung mitgeteilt.

Die CT kann auch zur gezielten Schmerztherapie an der Wirbelsäule und den Ilio-Sakralgelenken (ISG) eingesetzt werden. Hierzu liegt der Patient auf dem Bauch. Der Radiologe kann nach der Planung punktgenau eine sehr dünne Nadel an eine Nervenwurzel oder ein Wirbelgelenk platzieren. Darüber wird unter CT-Kontrolle eine geringe Menge von schmerz- und/oder entzündungshemmenden Medikamenten gegeben. Die Nadel wird danach sofort wieder entfernt. In de Regel verspürt der Patient unmittelbar nach dem Eingriff bereits eine Besserung der Beschwerden.

Leistungsspektrum Computertomographie

Diagnostik:

  • CT von Gehirn, Gesicht und Hals
  • CT von Lungen, Rippenfell und Mediastinum
  • CT von Ober- und Unterbauch
  • CT der Gefäße
  • CT aller Knochen
  • CT Planung von Zahnimplantaten (Selbstzahlerleistung)

Therapie:

  • CT Schmerztherapie von Hals- und Lendenwirbelsäule an den Nervenaustrittsöffnungen (PRT) und den kleinen Wirbelgelenken (Facettenblockade)
  • Schmerzbehandlung an den Ilio-Sakralgelenken (ISG) z.B. bei Morbus Bechterew

Technische Ausstattung Computertomographie

Wir betreiben einen Siemens SOMATON Perspective 128 Computertomograph. Durch neuste, spezielle Rechner- und Rekonstruktionsleistungen (SAFIRE), kann die Strahlenexposition bei den meisten Untersuchungen erheblich gesenkt werden. Durch sehr schnelle Untersuchungszeiten wird neben der Bildqualität auch der Patientenkomfort erheblich erhöht. Mit einer weiten Öffnung von ca. 70cm ist der Untersuchungsring auch für Patienten mit Angst von engen Räumen gut geeignet. Durch die schnellen Untersuchungszeiten kann bei notwendiger Gabe auch die Dosis von jodhaltigem Kontrastmittel zum Patientenkomfort reduziert werden.

Siemens SOMATOM Perspective 128

Computertomographie und Strahlenschutz

Die effektivste Methode des Strahlenschutzes ist die Vermeidung von Röntgenstrahlen. Daher prüft der Radiologe vor jeder Untersuchung die sogenannte „rechtfertigende Indikation“.  Nur wenn es keine gleich aussagekräftigen Alternativverfahren gibt, wird die CT-Untersuchung auch durchgeführt. Dabei wird der zu untersuchende Bereich so weit wie möglich eingegrenzt. Technische Einstellungen am Gerät können darüber hinaus die Untersuchung beschleunigen und durch s.g. „low dose- Protokolle“ können bestimmte Körperpartien mit sehr niedriger Dosis und ohne relevante Qualitätseinbußen untersucht werden. Spezielle bleihaltige Abdeckungen die untersuchungs-individuell auf den Pateinten gelegt werden schützen während der Aufnahmen Augenlinsen, Schilddrüse und Reproduktionsorgane. Um unnötige Untersuchungen zu vermeiden, bieten wir Patienten die Dokumentation der Untersuchung im Röntgenpass an und stellen Bilder und Befund zur Verfügung. Die Untersuchung schwangerer Patientinnen ist nur im äußersten Notfall im CT gestattet.
Bei weiteren Fragen zum Strahlenschutz sprechen Sie uns gerne persönlich an.